Winzenheimer "Stickelcher"

Hier ist die Seite für spannende oder lustige Geschichte die unbedingt erzählt werden müssen. Wenn jemand noch eine tolle Geschichte weiß und die gerne über diese Seite mit der Gemeinschaft teilen möchte, ist er herzlich eingeladen sich zu melden.

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Felix Pieroth (Eine folgenschwere Schlittenfahrt)

Felix Pieroth bekam von Franz Kleinz, dem Schreiner in der Bretzenheimer Straße, immer mal dessen superschnellen Metallschlitten geliehen mit der Auflage, nur er dürfe ihn lenken. An einem Sonntag war es wieder so weit, dieSchlittenbahn war bereit und Felix Pieroth wollte mit seinen Freunden fahren.Allerdings im guten „Sonntagsanzug“. Ein guter Freund bettelte so lange, bis Felix nachgab und ihn dann mit gezielten Fahranweisungen als Lenker einsetzte. Was schief gehen konnte, ging schief. Die Fahranweisungen versagten wegen der Schnelligkeit des Schlittens und man schrabbte an der Wand des Hofgut Zweifels in Höhe der Metzgerei Zimmermann entlang. Dort ragten an manchen Stellen Nägel heraus und natürlich blieb die Jacke von Felix an einem davon hängen. Der Ärmelriss der Länge nach ein. Um dies nicht seinen Eltern beichten zu müssen, machte sich Felix am nächsten Tag nach Kreuznach auf und suchte einen Kunststopfer auf. Dieser sagte ihm, dass er den Riss wieder stopfen könne, ohne dass man es sieht. Allerdings koste das 5 Flaschen Wein. So schlich sich Felix an mehreren Tagen unauffällig in den heimischen Keller und „besorgte“ sich die Weinflaschen. Der Kunststopfer war zufrieden und Felix hatte seine Jacke wieder, an der der Riss nicht mehr zusehen war.

Quelle: Ingrid Moritz (2022), Eine Zeitreise durch das alte Winzenheim Band 1

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Alfred Rentel (Die etwas andere Chorprobe)

In der Gaststätte Hoff wurden im 1. Stock die Chorproben der Chöre abgehalten. Alfred Rentel ging dort regelmäßig zur Chorprobe des evangelischen Kirchenchores. Dirigent war damals Herr Pfeiffer. Um in den 1.Stock zu kommen, kam man an einem Zimmer von Tante Nannchen vorbei. Nachdem er sie gegrüßt hatte, bemerkte er, dass sie am bügeln war und ziemlich müde aussah. Daraufhin sprach er sie an und fragte, wie es ihr denn ginge. Sie klagte, dass sie sehr fertig sei, aber noch den ganzen Berg Wäsche bügeln müsse. Am liebsten säße sie in ihrem Sessel und würde schlafen. Kurzentschlossen zog Alfred Rentel seine Jacke aus und übernahm die gesamte Bügelarbeit. Tante Nannchen konnte sich in ihren geliebten Sessel setzen und ausruhen. Zum Singen kam Alfred Rentel an diesem Abend nicht mehr.Aber die Wäsche war fix und fertig gebügelt…..

Quelle: Ingrid Moritz (2022), Eine Zeitreise durch das alte Winzenheim Band 1